Sauerstofflangzeit-Therapie
Schlecht belüftete Lungenbläschen werden schlecht durchblutet, da sich bei Sauerstoffmangel im Lungenbläschen die dazugehörigen Blutäderchen durch einen Reflex verengen.
Wenn davon grosse Regionen der Lunge betroffen sind, d. h. wenn sich gleichzeitig sehr viele Äderchen verengen, wird die Durchblutung der Lunge schwer gestört.
Für die rechte Herzkammer ist es eine schwere Arbeit, die gleiche Blutmenge, die den gesamten Körper durchblutet, durch das enge Gefäßnetz zu pumpen.
Nach einer gewissen Zeit schafft das Herz diese Aufgabe nicht mehr, es ermüdet und der Herzmuskel erschlafft. Dieser Umstand ist dann in 80 % der Fälle mit Herzrhythmusstörungen verbunden.
Mit kontinuierlicher Sauerstoffgabe z. B. in Form einer Sauerstofflangzeit-Therapie, die ein höheres Sauerstoffangebot in die schlecht belüfteten Lungenbläschen schafft, erreicht man die Aufhebung des beschriebenen Reflexes.
Die Äderchen erweitern sich wieder und die rechte Herzseite wird entlastet. Durch dieses höhere Sauerstoffangebot bekommt der strapazierte Herzmuskel natürlich auch mehr von diesem lebensnotwendigen Gas und er kann sich wieder erholen.
Wird O2 zugeführt zeigt sich bereits 5 Minuten nach Beginn der Inhalation eine positive Wirkung, die aber schon ca. 20 Minuten nach Ausschalten des Gerätes endet.
Daraus erklärt sich von selbst, dass nur durch eine Langzeittherapie über einen längeren Zeitraum, mit täglich möglichst länger als 15 Minuten, eine sichere Wirkung erzielt werden kann. Nur so kann die Lebensdauer bei verbesserter Lebensqualität und geistiger- und Körperlicher Belastbarkeit erhöht werden.

