Gesunder Schlaf - ungesunder Schlaf
Cheyne-Stokes-Atmung CSA
Bei der Cheyne-Stokes-Atmung – benannt nach John Cheyne (1777–1836) und William Stokes (1804–1878) – handelt es sich um ein periodisches An- und Abschwellen der Atemtiefe und des Abstands der einzelnen Atemzüge voneinander. An die flachsten Atemzüge schließt sich oft ein kürzerer Atemstillstand an, dann setzen wieder Atemzüge ein, die sich zunehmend vertiefen, wobei sich Perioden von zentralen Apnoen oder Hypopnoen mit Perioden von Hyperventilationen abwechseln.
Eine Cheyne-Stokes-Atmung findet man häufig bei ungenügender Hirndurchblutung, beispielsweise durch Gefäßsklerose, bei Schlaganfällen oder Vergiftungen.

Abbildung: Das typische spindelförmige, an- und abschwellende Atemmuster bei einer Cheyne-Stokes-Atmung. Der Unterschied zwischen obstruktiven und zentralen Apnoen:
Bei der Cheyne-Stokes-Atmung kommen die Atemstillstände nicht durch blockierte obere Atemwege zustande, sondern durch eine „Fehlsteuerung“ des Atemzentrums im Gehirn.
Der Patient unternimmt während der Apnoen keinerlei Atemanstrengungen und schnarcht auch nicht in der für OSA-Patienten typischen Art und Weise. Aber der Schlaf wird durch die zentralen Apnoen genauso fragmentiert, und auch Stresshormonspiegel und Blutdruck steigen dadurch in der Nacht an. Das belastet das ohnehin schon geschädigte Herz zusätzlich – der Gesundheitszustand des Patienten verschlechtert sich.
Die CSA kann bei Patienten mit Herzinsuffizienz diagnostiziert werden, wenn die Überwachung der Atmung Folgendes aufzeigt:
- mindestens drei aufeinanderfolgende Perioden einer zyklischen zu- und abnehmenden Veränderung der Atmungsamplitude, wobei die Dauer der Periode meistens etwa 60 Sekunden beträgt, aber variieren kann
- eines oder beide der folgenden Ereignisse:
- mindestens fünf zentrale Apnoen oder Hypopnoen pro Stunde Schlaf
- mindestens 10 aufeinanderfolgende Minuten der zyklischen Zu- und Abnahme der Atmungsamplitude.
Symptome
Patienten mit CSA und kongestiver Herzinsuffizienz berichten möglicherweise von paroxysmalen, nächtlichen Dyspnoen und weisen im Allgemeinen niedrige arterielle CO2-Partialdrücke auf.
Obstruktives-Schlafapnoe-Syndrom (OSA) bei Patienten mit Herzinsuffizienz kann von übermäßiger Tagesmüdigkeit, Schnarchen, nachweislichen Apnoen, Adipositas und morgendlichen Kopfschmerzen begleitet sein.
Folgen der CSA
Die nächtliche CSA wird mit einer höheren Sterblichkeit von Patienten mit Herzinsuffizienz in Verbindung gebracht und ist außerdem ein unabhängiger Risikofaktor bei Herztransplantationen.
Die CSA beschleunigt die Entwicklung der Herzinsuffizienz, indem sie Folgendes verursacht:
- wiederholte Hypoxien
- erhöhte Nachlast
- erhöhte sympathische Aktivität
- hohe Herzfrequenz- und Blutdruckvariabilität.
Die durch CSA verursachte Schlaffragmentierung reduziert desweiteren die Lebensqualität, da sie zu Erschöpfung und erhöhter Tagesmüdigkeit führt.
Die adaptive Servo-Ventilation - eine wirksame Behandlung der CSA
Wenn die CSA trotz optimaler medikamentöser Behandlung anhält, ist eine Behandlung mit positivem Atemwegsdruck erforderlich. Verschiedene Methoden wurden für die Behandlung der CSA eingesetzt: Sauerstoffbehandlung, kontinuierlicher positiver Atemwegsdruck (CPAP), Bilevel-Atemunterstützung und unlängst die adaptive Servo-Ventilation (ASV-CS).
Eine Studie, die die Wirkung des Einsatzes jeder dieser Behandlungsarten für eine Nacht vergleicht, zeigt hervorragende Ergebnisse der ASV-CS-Technologie.
Mehrere Studien haben langfristige Vorteile der ASV-CS-Technologie bei der Behandlung von Patienten mit stabiler kongestiver Herzinsuffizienz aufgezeigt:
- weniger respiratorische Ereignisse
- In einer Studie10 konnte der AHI von einem Mittelwert vor der Behandlung von 49 Ereignissen/Stunde nach drei Monaten auf 6 Ereignisse/Stunde reduziert werden. In einer anderen Studie11 konnte er nach vier Monaten von 26,9 auf 4,3 Ereignisse/Stunde reduziert werden.
- Der zentrale AHI wurde innerhalb von drei Monaten von einem Mittelwert vor der Behandlung von 37,3 auf 0,9 reduziert.
- Der AHI wurde innerhalb von zwei Jahren von einem Mittelwert vor der Behandlung von 49 auf 9 reduziert.13
- verbesserte Schlafqualität (Arousals während der Nacht konnten nach einigen Monaten von einem Mittelwert vor der Behandlung von 275 auf 40 und innerhalb von zwei Jahren von 275 auf 53 reduziert werden).
- höhere durchschnittliche linksventrikuläre Ejektionsfraktion (Anstieg von einem Ausgangsmittelwert von 36,4 % auf der Basislinie auf 45,8 % nach drei Monaten).
- gesteigerte Leistungsfähigkeit (6MWD13,14 und VO2 max. 10 um 20 % angestiegen).
Therapie mit AutoSet CS™
Wiederherstellung einer normalen Atmung bei Patienten mit Herzinsuffizienz
Das AutoSet CS2, mit adaptiver Servo-Ventilation (ASV-CS) Technologie, wurde speziell entwickelt, um die Atmung von Patienten mit Herzinsuffizienz und nächtlicher CSA mit begleitender OSA zu normalisieren. Durch die Behandlung mit dem AutoSet CS2 wird die CSA rasch normalisiert. Durch die Anpassung des positiven Druckes bei der Endexspiration werden bei der Behandlung mit dem AutoSet CS2 - bei einem gleichzeitigen mäßigen OSA - die Atemwege offen gehalten. In den meisten Fällen erfordert das AutoSet CS2 so gut wie keine weitere Einstellung.

